Die katholische Kirche in Zahlen:
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Dänemark* |
Finnland |
Island |
Norwegen |
Schweden |
| Einwohner |
5'520'000 |
5'240'000 |
300'000 |
4'610'000 |
9'050'000 |
| Fläche km2 |
43'094 |
338'145 |
103'000 |
323'877 |
449'946 |
Diözese Prälatur Prälatur |
Kopenhagen |
Helsinki |
Reykjavik |
Oslo Trondheim Tromsö |
Stockholm |
| Katholiken |
36'700 |
9'000 |
6'500 |
54'000 3'400 1'800 |
140'000 |
| Pfarreien |
50 |
7 |
6 |
20 5 6 |
41 |
| Priester/Diakone |
82/5 |
19/1 |
12/0 |
54/7 5/0 10/0 |
155/21 |
| * ohne Färöer (1'400 km2, 42'000 Einwohner) und Grönland (2'175'600 km2, 50'000 Einwohner) |
Wieviele Katholiken gibt es in Schweden?
Ueber die Anzahl der in Schweden lebenden Katholiken gibt es widersprüchliche Angaben. Offiziell und auch für den Bezug des Staatsbeitrages zählen die in den Pfarreien registrierten Mitglieder. Dies sind zur Zeit 100'000. Nach Schätzungen der Bistumsleitung gibt es jedoch gegen 250'000 Katholiken, von denen eine Mehrheit am kirchlichen Leben in irgend einer Form teilnimmt. Es werden nun grosse Anstrengungen unternommen, um Katholiken zu motivieren, sich in den Pfarreien einschreiben zu lassen.
Das Newmaninsitut ein katholisches Institut für Theologie, Philosophie und Kultur in Schweden (Sitz in Upsala)
Das Newmaninstitut ist im September 2001 dank der Initiative von Jesuiten in Schweden und Mitarbeitern der katholischen Zeitschrift „Signum“ gegründet worden. Vorbild für die Tätigkeit des Instituts ist John Henry Newman (1801-1890), der englische Konvertit, der später Kardinal wurde. Als Theologe und Philosoph war er eine klar denkende und unerschrockene Persönlichkeit in der Kulturdebatte. Er holte seine Inspiration sowohl aus dem antiken Humanismus wie auch aus der reichen Tradition der Kirche. Er sah den Wert der Wechselwirkung, welche der Gedankenaustausch zwischen Tradition und Neuzeit bietet. Das was Newman in seinem Land und zu seiner Zeit war, will das Newmaninstitut heute sein: ein hellhöriger kritischer und konstruktiver Gesprächspartner in der gegenwärtigen Debatte.
Das Institut soll verschiedene Aktivitäten betreiben: Kurse und Vorlesungen auf akademischem Niveau, Ausbildung von eher informellem Charakter, Konferenzen und Themenseminare, Unterstützung des internationalen Gedankenaustausches. In einer Kultur, die geprägt ist von einer unübersichtlichen und oft verwirrenden Vielfalt von Ansichten, will das Newmaninstitut die katholische Tradition bezüglich Glauben und Denken ins Gespräch treten lassen mit den Fragestellungen, Problemen und Herausforderungen unserer eigenen Zeit.
Dass das Newmaninstitut einem echten Bedürfnis in Schweden entspricht, zeigt das Echo, das sein Angebot bisher gefunden hat. In der kurzen Zeit seines Bestehens haben sich mehrere Tausend an den verschiedenen Aktivitäten beteiligt.
Auskünfte: http://www.newmaninstitut.nu
Ein Schweizer wird Bischof auf Island
Als Nachfolger des im vergangenen Herbst in den Ruhestand getretenen Bischofs Johannes Gijsen wurde Peter Bürcher zum neuen Bischof von Reykjavik auf Island ernannt. Seine Installation fand am 15. Dezember 2007 statt. Bischof Peter, 1945 in Fiesch im Oberwallis geboren, war zuletzt Weihbischof in der Diözese Lausanne, Genf und Freiburg. Sein neues Bistum ist mit 103'000 km2 mehr als doppelt so gross als die Schweiz. Es umfasst in 5 Pfarreien aber nur gegen 8'000 registrierte Katholiken unter rund 300'000 Einwohnern. 12 Priester und 36 Ordensleute sind in seinem Bistum tätig, das auch eine katholische Schule hat. Die katholische Kirche auf Island ist Diaspora in Reinkultur mit zahlreichen Nationen und grossen Distanzen.
Das Ansgar-Werk freut sich, in Bischof Peter einen weiteren Schweizer auf den Spuren des hl. Ansgar im hohen Norden zu wissen. Es wird sein Wirken tatkräftig unterstützen und wünscht ihm Gottes Segen und viel Freude und Erfolg.
Guido Kreienbühl zum Gedenken
Der langjährige Leiter und Koordinator des Ansgar-Werkes Schweiz, Guido Kreienbühl ist kurz vor Ostern 2007 in Kopenhagen 75-jährig gestorben. Er gehörte zu den Priestern und Ordensleuten aus der Schweiz, die sich berufen fühlten, in der Nachfolge des hl. Ansgar für die Kirche im hohen Norden tätig zu sein. Aufgewachsen im luzernischen Pfaffnau und ausgebildet in Schöneck, Innsbruck, Frankfurt und Paris, wurde er 1961 in seiner Heimatgemeinde vom dänischen Bischof Teodor Suhr zum Priester geweiht. Mit ihm hatte er vorgängig seinen Einsatz in Dänemark vorbereitet.
Das Bistum Kopenhagen hat ihm im Verlaufe von über 4 Jahrzehnten zahlreiche Aufgaben übertragen. Schwerpunkte waren die Katechese und die Mission, aber auch pastorale Tätigkeiten gehörten zu seinen Aufgaben.
An dieser Stelle sei besonders sein Engagement für den Dialog zwischen den Katholiken in der Schweiz und im Norden und für die Unterstützung der Kirche in den nordischen Ländern erwähnt. Er war für die Schaffung des Ansgar-Werkes Schweiz als Verein besorgt, das er als Leiter und Koordinator vor Ort betreute. Auf seinen Heimaturlauben informierte er über die Kirche im Norden, ihre Probleme und auch über ihre erfreuliche Entwicklung. Dabei durfte er stets auf eine grosszügige finanzielle Unterstützung seiner Landsleute zählen, was die Finanzierung zahlreicher Projekte ermöglichte.
Guido Kreienbühl hinterlässt nicht nur eine Lücke in der Seelsorge in Dänemark. Er wird auch dem Ansgar-Werk Schweiz als Inspirator fehlen, obwohl er letztes Jahr mit Pfarrer Göran Degen - einem Schweden mit Oberwiler Wurzeln - einen Nachfolger einsetzen konnte. Guido Kreienbühl verkörperte das Ansgar-Werk, und die katholische Kirche in den nordischen Ländern verdankt ihm sehr viel. Der Herr vergelte ihm seinen Einsatz.
Generalversammlung 2008
Am 17. Februar 2008 fand die ordentliche Generalversammlung des Ansgar - Werkes in St. Gallen statt. Sie begann am Vormittag mit einem Gottesdienst in der Kathedrale mit Predigt von Pfr. Felix Büchi anstelle des wegen eines Todesfalles verhinderten Prälaten Torbjørn Olsen, Diözesanadministrator im Bistum Tromsø.
Die Geschäfte der Generalversammlung wurden zügig behandelt und die anwesenden Mitglieder stimmten den Anträgen des Vorstandes zu. Die Rechnungen 2006 und 2007 inklusive Revisorenbericht wurden genehmigt. Die Beschaffung der Mittel für das Ansgar - Werk ist allerdings schwieriger geworden, weil die Zahl der Katholiken und der Mitglieder laufend abnimmt und die Beziehungen der Pfarreien und ihrer Leiter zur Kirche im Norden fehlen.
Die Sammlung für Finnland ist im Frühjahr 2007 abgeschlossen worden. Insgesamt sind 93'000 Franken für Religionsbücher, das Volksmessbuch und den Katechismus überwiesen worden. Das Ziel der Sammlung für Norwegen konnte 2007 ebenfalls nahezu erreicht werden: NOK 240'000 für den Ausbau der Buchhandlung St. Eystein in Trondheim und NOK 246'000 für verschiedene Projekte im Bistum Tromsø (liturgische Gewänder in Tromsø, Kirchenorgel in Mosjøen, Bauliche Verbesserungen in Harstad, Jubiläumsschrift 75 Jahre Bistum Tromsø, Fürbittenbuch). Auch an dieser Stelle sei allen Wohltätern der Kirche im Norden für ihre Unterstützung gedankt. Neu wird für das Bistum Reykjavik auf Island gesammelt, wo seit vergangenem Herbst ein Schweizer, Peter Bürcher Bischof ist. Die zu unterstützenden Projekte werden zur Zeit durch den Koordinator Göran Degen evaluiert.
Der Vorstand ist mehrheitlich erneuert worden. Mit grossem Dank wurden verabschiedet:
Franz Stampfli, Ruedi Hofer, Pius Bischofberger, Suzana Knez.
Im Amt bestätigt wurden:
Niklaus Baumann (Präsident), Felix Büchi, Agnes Millington (Sekretariat).
Neu in den Vorstand wurden gewählt:
Teresa Costa Bischofberger (Homepage), Paul Hoch (Aktuar), Andreas Wissmiller, Willi Bollinger (Finanzen).
Als Revisor wurde René Allimann gewählt.
Das Referat des verhinderten Torbjørn Olsen wurde verlesen. Es schildert die Situation der Kirche in Norwegen im Allgemeinen und im Bistum Tromsø im nördlichsten Norwegen im Speziellen: viermal so gross wie die Schweiz, 2000 Katholiken in 7 Pfarreien mit 9 Priestern. In den Pfarreien finden sich wegen der Einwanderung viele Nationalitäten. Die Verhältnisse dort müssen nicht als Problem, sondern als Herausforderung gesehen werden und die Situation kann als hoffnungsvoll beurteilt werden. Es braucht aber gute Infrastrukturen, was mit grossen Kosten verbunden ist. Für die Hilfe von aussen ist Norwegen sehr dankbar.
Koordinator Göran Degen ergänzt mit einigen Erfahrungen aus den anderen nordischen Ländern: Diaspora mit riesigen Distanzen, Vielfältigkeit mit Sprachproblemen, Aufgaben gemeinsam lösen, u.a. einheitliche Priesterausbildung.
Einladung zur Generalversammlung 2010
Der Vorstand des Ansgar-Werkes Schweiz lädt freundlich ein zur ordentlichen General- versammlung am Sonntag 7. März 2010 in Luzern.
Ort und Zeit:
| 10.00 Uhr | Gottesdienst in der Jesuitenkirche (Bahnhofstrasse an der Reuss)mit Predigt des päpstlichen Nuntius für den Norden,Erzbischof Emil Paul Tscherrig |
| 14.00 Uhr | GV im Pfarreiheim Barfüsser (Winkelriedstrasse 5) |
Traktanden:
- Begrüssung und Einstimmung
- Protokoll der GV vom 17. Februar 2008 in St. Gallen
- Berichte des Präsidenten und des Koordinators
- Rechnungen 2008 und 2009, Revisorenbericht, Genehmigung
- Personelles (Wahlen)
- Projekte, Vorstellungen und Orientierung
- Verschiedenes
Nach dem geschäftlichen Teil wird Erzbischof Emil Paul Tscherrig über die Situation der Kirche in den nordischen Ländern berichten.
Mitglieder und Gäste sind zum Gottesdienst und zur Generalversammlung herzlich willkommen.
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